Diffusion eines Wirkstoffes: Raucherpflaster

Das Raucherpflaster (grün) enthält einen Wirkstoff. Dieser Wirkstoff dringt durch die Hornhaut (rot) – in der Graphik nicht sichtbar - in die obere Hautschicht (gelb) ein. Es entsteht ein Diffusionsprozess.

In die Berechnung mit ISAFEM3D gehen die Diffusionskonstanten ein. Diese bestimmen den zeitlichen Ablauf des Diffusionsprozesses. Am Anfang des Vorganges enthält das Pflaster den Wirkstoff zu 100%, die Hautschichten sind ohne Wirkstoff. Am Ende des Prozesses hat das Pflaster einen Teil des Wirkstoffes an die darunter liegende obere Hautschicht abgegeben. Es kommt zu einem Konzentrationsausgleich. Der Abtransport des Wirkstoffes durch die Blutbahn wird nicht berücksichtigt.

Die numerische Simulation mit ISAFEM3D zeigt, daß nach ca. 8 Stunden ein Ausgleich der Konzentrationen vorliegt. Jetzt sind die Konzentrationen des Wirkstoffes im Pflaster und in der Hautschicht gleich. Das Pflaster hat mehr als 80% des Wirkstoffes abgegeben. Um den restlichen Wirkstoff auszunutzen, wird empfohlen, das Pflaster zu entfernen und an einer anderen Stelle der Haut erneut aufzukleben. Der Nutzen ist allerdings gering.

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